29.07.-08.10.2010 Frankfurt
Drei Frankfurter Fotografen
Matthias Matzak, Knut Hartmann und Peter Braunholz
Bestregarts ist ein privater Ausstellungsraum, der von der Kuratorin und Sammlerin Ewa Nowik geführt wird. Zielsetzung ist die langfristige Förderung und Positionierung der jüngsten Künstlergeneration.
Matthias Matzak
Matthias Matzak hat bis 2005 an der Akademie für Bildende Künste in Mainz Fotografie studiert und beschäftigt sich in seinen künstlerischen Arbeiten vornehmlich mit dem Thema “Raum”. In seinen Fotografien dokumentiert er jedoch nicht nur, sondern greift häufig durch Anordnung und Zusammenführung einzelner Bilder gezielt in das reine Abbild der Realität ein und schafft somit neue, nur in der Vorstellung des Betrachters existierende Räume. Durch eine präzise Komposition und die Betonung des Ausschnitthaften gelingt es dem Künstler Architektur als neues ästhetisches Seherlebnis zu präsentieren. Die neuen Galerieräume von Bestregarts nimmt Matzak zum Anlass, mit installativen Mitteln direkt in den Ausstellungsraum mit all seinen Ausblicken und Eigenheiten einzugreifen. Mit den Arbeiten der Serie T-Room bezieht der Künstler die Architektur des Ausstellungsraums als Teil seines Kunstwerkes mit ein. Neben seinen Fotografien werden einige raumbezogene Arbeiten zu sehen sein, die speziell für diesen Ort geschaffen wurden. Das Erleben des Raumes mit allen Sinnen führt oft zu ungewohnt tiefgründigen Perspektiven und verstörenden Wahrnehmungsmöglichkeiten.
Knut Hartmann
Ebenso setzt sich auch Knut Hartmann in seinen Fotografien mit dem Thema Architektur auseinander. Nach seinem Design-Studium in Trier etablierte er in Frankfurt die Agentur für Markendesign khdesign. 2005 gründete er in Zusammenarbeit mit fünf weiteren internationalen Designagenturen ein global agierendes Brand-Agency-Network. In den Ausstellungsräumen von Bestregarts zeigt der Künstler unter anderem seine Serie Citylights. Diese Fotografien entstanden in den Metropolen dieser Welt, deren architektonischen Bauten der Fotograf in einem neuen Licht erstrahlen lässt. Berühmte Gebäude wie das Chrysler Building und der Eifelturm hinterlassen ihre nächtliche Beleuchtung als gestischen Lichtspuren auf den Bildern. Aus dem Licht ergibt sich die größte Inspiration des Künstlers. Dabei lässt sich eine Nähe zur Malerei erkennen. Es wundert in diesem Fall nicht, dass der Künstler Interesse für die impressionistischen Maler des 19. Jahrhunderts hegt, sowie für deren Vorreiter William Turner. Knut Hartmann fordert mit seinen Werken den Betrachter provozierend auf seine bewertenden Sehgewohnheiten hinter sich zu lassen und sich auf die Atmosphäre dieser Lichtmalerei – der Begriff „Fotografie“ stammt aus dem altgriechischen und bedeutet „mit Licht malen“ – einzulassen. Die Bilder führen ihre Betrachter in ungewohnte Gefilde, in denen das Sehen wieder zum Erlebnis wird. Die bis zur Unkenntlichkeit abstrahierte Gegenständlichkeit der Motive gewinnt gerade durch die schemenhaft angedeuteten Umrisse, Lichtspuren und Farbenspiele eine sinnliche Ästhetik.
Peter Braunholz
Peter Braunholz hat unter anderem Musik und Grafik Design studiert und arbeitet seit 2005 als Künstler und Fotograf. Seit 2010 ist er Mitglied des Kuratoriums der „Abisag-Tüllmann-Stiftung“ und Jurymitglied des „Abisag-Tüllmann-Fotowett-bewerbs“. Außerdem betreut er ehrenamtlich den Fotowettbewerb des Lions-Club Frankfurt Palmengarten. Er zeigt sich fasziniert von der Möglichkeit mit Hilfe der Fotografie Ebenen der Realität zu entdecken, die auf den ersten Blick nicht sichtbar scheinen. Die Beweiskraft der Fotografie musste, während der 180-jährigen Geschichte des Mediums, oft neu überdacht werden. Die Bilder des Künstlers werfen auch die Frage nach dem Referenzobjekt der Aufnahmen auf. Vor allem Stücke aus der Serie Creatures erscheinen zugleich unwirklich und lebendig, dass der Betrachter sich fragt, ob es tatsächlich diesen Moment gab, und wie er sich abgespielt hat. Während sich das Licht auf der empfindlichen Oberfläche des Trägermaterials einschreibt findet parallel eine Transformation des Abgebildeten statt. Dem Künstler gelingt es so seinen Motiven einen neuen ästhetischen Wert zu verleihen und die Phantasie des Betrachters anzuregen. Die Natur wird von Braunholz fotografisch durch verschiedene Herangehensweisen erkundet. In seinen schwarzweißen Bildern wird die Dynamik der Bewegungen der Natur betont. In der Serie Boy you turned me spielt er durch farbintensiven Landschaftsfotografien in Wasserspiegelungen mit der Wahrnehmung des Betrachters.
29.07.-08.10.2010 Frankfurt
Drei Frankfurter Fotografen
Matthias Matzak, Knut Hartmann und Peter Braunholz
Bestregarts
Mainzer Landstraße 46
[Frankfurter Büro Center]
60325 Frankfurt/Main
http://www.bestregarts.com
Quelle:
http://www.openpr.de/news/452697
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